Mit einem wahren Gamechanger in Sachen der eigenen Zukunft ließ der neue Vorstand des POST SV bei der ORF-Sendung „Ein Ort am Wort“ am 9. Juni aufhorchen:
Das österreichische Sportstättenschutzgesetz schützt Vereine wie den gemeinnützigen POST SV.
Das Wichtigste in Kürze:
- Der POST SV hat aufgrund des österreichischen Sportstättenschutzgesetz einen unbefristeten Vertrag, der nur durch eine gerichtliche Kündigung aufgelöst werden kann. (Das ist nie passiert.)
- Ungeachtet dessen plant die POST AG offensichtlich weiterhin die Filetierung des Postsportareals und eine EU-weite Ausschreibung für Ende Juni (!) und ignoriert diesen besonderen Gesetzesschutz für den POST SV.
- Da ein aufrechtes unbefristetes Bestandverhältnis über den Postsportplatz besteht, wäre die Durchführung solch einer Ausschreibung ohne Zustimmung des POST SV rechtlich aber nicht möglich.
- Eine einfache Lösung wäre: Der POST SV ist und bleibt Pächter und schafft gemeinsam mit der POST AG und Stadt Wien ein Zukunftskonzept. Denn der Verein ist bereit, gemeinsam mit der POST AG und der Stadt Wien ein solches zu entwickeln.
„Als Vorstand sind wir unseren 5.000 Mitgliedern verpflichtet. Diese Rechtsposition ohne Klärung der Zukunft aufzugeben, würde unseren Sorgfaltspflichten und den Vereinsstatuten widersprechen. Wir verstehen das aber nicht als Konfrontation – sondern als sachliche Grundlage für Gespräche mit der POST AG. Rechtssicherheit liegt im Interesse aller Beteiligten“, so der Vereinsvorstand.
Fakt für uns als Initiative und den POST SV als unbefristeten Pächter ist:
Befristete Verträge gelten kraft Gesetzes als unbefristet verlängert; eine Kündigung ist ausschließlich gerichtlich und nur aus wichtigen Gründen möglich. Solche wichtigen Gründe lagen und liegen nicht vor und eine entsprechende gerichtliche Kündigung durch die POST AG ist ebenfalls nicht erfolgt. Der Post SV ist seit 1973 ununterbrochen Mieter des Postsportplatzes.
Nichtsdestotrotz will die POST AG anscheinend an der Filetierung des 15 Hektar großen Areals festhalten: ein Teil der Sportstätte soll für Wohnbau umgewidmet und verbaut werden, ein Teil soll künftig gewerblich genutzt, der verbleibende Teil gemeinnützig ausgeschrieben werden. Mit dieser Ausschreibung würde sich der bislang zu 100 % gemeinnützige Betrieb des Postsportplatzes grundlegend verändern und auf einen kleinen Teil zurückgedrängt werden.
Noch sind zu viele Fragen offen. Wir hoffen auf Klärung in den nächsten Wochen.
👉 Hier geht es zur Presseaussendung des POST SV mit mehr Details: https://postsv-wien.at/sportstattenschutzgesetz-schutzt-postsportplatz-und-den-gemeinnutzigen-post-sv/
👉 Nachhören und nachsehen kann man die ORF-Sendungen hier:
Hitzige Diskussion: „Ort am Wort“ Postsportplatz – Wien heute vom 10.06.2026 – ORF ON (ca min. 7:00)
Ein Ort am Wort, 09.06. | Radio Wien | ORF-Radiothek