Sehr geehrter Herr Minister Babler, sehr geehrte Frau Staatssekretärin Schmidt,
der Postsportplatz in Wien-Hernals ist das größte zusammenhängende Sportareal in Österreich.
Jahrzehntelang war der gemeinnützige Postsportverein Wien der Pächter der 15 ha großen Liegenschaft, die im Eigentum der POST AG steht und seit den 1990er-Jahren zumindest noch zur Hälfte der öffentlichen Hand gehört.
Mit Ende 2027 wird der Pachtvertrag seitens der POST AG nicht mehr verlängert, denn sie plant eine EU-weite Ausschreibung im heurigen Juni und eine teilweise Verbauung und Kommerzialisierung.
5.000 Sportler:innen (darunter 2.000 Kinder und Jugendliche) sind alarmiert, denn es geht um die sportliche Existenz des Vereins – dem größten Amateursportverein Wiens.
Deshalb verfolgen wir als Initiative „Rettet den POST SV“ eine tragfähige und nachhaltige Lösung, wie der POST SV und der Postsportplatz langfristig für leistbaren, gut erreichbaren Breiten- und Leistungssport im Westen Wiens erhalten bleiben können.
Denn wir sind überzeugt, dass eine Win-Win-Lösung möglich ist – wenn alle Beteiligten eine solche gestalten WOLLEN. Eine Lösung mit der nicht nur wirtschaftliche, sondern auch die soziale Verantwortung seitens der POST AG, der Stadt Wien und des Bundes übernommen wird.
Aus diesem Grund haben wir eine Petition gestartet, um öffentlich auf unser Anliegen aufmerksam zu machen und die auch an Sie
als zuständiger Minister für Sport gerichtet ist. (https://www.openpetition.eu/at/petition/unterzeichner/rettet-den-post-sv-wien-und-den-postsportplatz-in-hernals-fuer-alle )
Wir bitten Sie daher um einen Gesprächstermin, da wir folgende Anknüpfungspunkte sehen und mit Ihnen eine konkrete Lösungsmöglichkeit besprechen wollen:
- Breitensport und sportliche Infrastruktur müssen in der wachsenden Bundeshauptstadt erhalten bleiben und dürfen nicht kommerzialisiert werden.
- Gerade in den Sektionen Hockey, Basketball, Volleyball sind auch die Bundesligen durch den Wegfall von Mannschaften wie dem POST SV und von Trainings- und Wettkampfstätten betroffen.
- Da es sich um eine seit Jahrzehnten genutzte Sportstätte für gemeinnützigen, leistbaren Breiten- und Vereinssport handelt, die akut bedroht ist, geht es hier auch um eine (sport-)politische Entscheidung und eine Frage der sozialen Verantwortung.
Tausende Menschen haben die Petition bereits unterzeichnet und sie verstehen z.B. nicht, wie ein Sportareal, das bis in die 1990er-Jahre der öffentlichen Hand und der Allgemeinheit gehört hat, nun überhaupt bedroht sein kann.
Da die POST AG bereits für heurigen Juni eine Ausschreibung plant, bitten wir Sie um einen zeitnahen Termin, damit der POST SV seine konkreten Lösungsideen und ein sozial faires und tragfähiges Zukunftskonzept (wie zB. Eigentumsübertragung) vorstellen kann.
Mit sportlichen Grüßen
Eva Bauer & Florian Heiler
Initiative Rettet den POST SV